Putting verbessern
Technik, Grün lesen und Distanzkontrolle — verständlich erklärt mit Übungen für jedes Level #GolfFürAlle
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Putting-Grundlagen
Warum der Putt der wichtigste Schlag im Golf ist
Putting macht rund 40% aller Schläge einer Golfrunde aus. Ein Spieler mit HCP 36 braucht im Schnitt 36 Putts pro Runde — genauso viele wie alle anderen Schläge zusammen. Wer weniger puttet, senkt sein Handicap am schnellsten.
1Was ist ein Putt? Ein Putt ist ein Rollschlag auf dem Grün mit dem Putter. Der Ball soll nicht fliegen, sondern kontrolliert zum Loch rollen.
Warum Putting so entscheidend ist:
- Ein eingesparter Putt pro Runde = 18 Schläge weniger pro Saison
- Dreiputts sind der häufigste Grund für hohe Scores
- Putting ist der einzige Bereich, den man ohne Golfplatz üben kann (Teppich!)
Die drei Putting-Disziplinen:
- 1Kurze Putts (unter 2m): Einlochen — hier zählt Präzision
- 2Mittlere Putts (2-5m): Die Birdie-Zone — Technik und Lesen
- 3Lag Putts (über 5m): Distanzkontrolle — nah ran, Dreiputt vermeiden
Putting ist 40% deiner Schläge. Ein Putt weniger pro Runde spart 18 Schläge pro Saison.
Übe es auf Bahn B5
Par 3, 75m — das kürzeste Loch. Hier entscheidet allein der Putt über Par.
Loch B5
Die richtige Putting-Technik
Setup, Griff und Pendelbewegung — weniger ist mehr
Gutes Putting basiert auf Einfachheit und Wiederholbarkeit. Komplizierte Bewegungen gehören nicht aufs Grün.
Setup:
- Augen direkt über dem Ball (nicht davor, nicht dahinter)
- Schultern parallel zur Ziellinie
- Leichte Kniebeuge, Gewicht gleichmäßig verteilt
- Arme hängen entspannt, Ellenbogen nah am Körper
Griff: Der Putting-Griff unterscheidet sich vom normalen Griff. Beide Daumen zeigen nach unten auf den Schaft. Beliebte Varianten:
- Reverse Overlap: Linker Zeigefinger über den rechten Fingern — der Klassiker
- Cross-Hand (Left Hand Low): Linke Hand unter der rechten — für mehr Stabilität
- Claw Grip: Rechte Hand "krallt" den Schläger — gegen Zucken
1Bewegung
Schultern als Pendel. Handgelenke bleiben komplett ruhig. Der Putter schwingt wie ein Metronom — gleich lang zurück und durch. Kein Beschleunigen, kein Abbremsen.
Augen über dem Ball, Schulter-Pendel, ruhige Handgelenke. Putting ist Einfachheit.
Übe es auf Bahn C5
Par 3, 122m — hier übst du verschiedene Putt-Längen auf dem C-Platz.
Loch C5
Grün lesen — die unterschätzte Kunst
Break, Neigung und Geschwindigkeit richtig einschätzen
Das Grün richtig zu lesen ist der Unterschied zwischen einem Einputt und einem Dreiputt. Die meisten Amateurgolfer unterschätzen den Break.
1Schritt 1 — Überblick verschaffen
Schon beim Gehen zum Grün die Gesamtneigung beobachten. Wo ist der tiefste Punkt? Wo fließt Wasser ab? Das gibt dir den groben Break.
2Schritt 2 — Hinter dem Ball
Geh hinter deinen Ball und schaue die Linie zum Loch ab. Neigt sich das Grün nach links, rechts, bergauf oder bergab? Schätze den Break in Zentimetern.
3Schritt 3 — Die Regel: Doppelt so viel Break wie gedacht
Die meisten Amateurgolfer lesen zu wenig Break. Wenn du denkst "10 cm rechts", ziele 20 cm rechts. Lieber zu viel Break und auf der hohen Seite vorbeirollen als auf der niedrigen Seite keine Chance zu haben.
Bergauf vs. Bergab:
- Bergauf: Mutiger putten, Ball rollt kürzer als gedacht
- Bergab: Vorsichtiger, Ball nimmt mehr Geschwindigkeit auf und bricht stärker
Die meisten Amateurgolfer lesen zu wenig Break. Faustregel: Doppelt so viel Break wie dein Bauchgefühl sagt.
Übe es auf Bahn B9
HCP 1 — das schwierigste Loch. Grün lesen entscheidet über Par oder Doppelbogey.
Loch B9
Distanzkontrolle — der Schlüssel zum Lag Putt
Nah ran statt reinwollen — so vermeidest du Dreiputts
Bei langen Putts (über 5 Meter) ist das Ziel nicht das Loch — sondern ein imaginärer Kreis von einem Meter um das Loch. Wer in diesen Kreis puttet, vermeidet Dreiputts.
1Die 1-Meter-Regel
Dein Lag Putt soll innerhalb von einem Meter am Loch enden. Von dort ist der zweite Putt fast immer sicher.
Distanz üben:
- Pendellänge = Distanz: Kurzer Rückschwung = kurzer Putt. Langer Rückschwung = langer Putt. Die Durchschwunglänge bleibt immer gleich (oder leicht länger als der Rückschwung).
- Probeschwung mit Zielfokus: Schau beim Probeschwung aufs Ziel, nicht auf den Ball. Dein Körper kalibriert die Distanz automatisch.
- Drei Bälle, drei Distanzen: Übe mit drei Bällen auf 3m, 6m und 10m. Wechsle nach jedem Ball die Distanz.
2Tempo statt Kraft
Gute Putter haben ein gleichmäßiges Tempo. Schlechte Putter beschleunigen oder bremsen ab. Übe, bei jedem Putt dasselbe Tempo zu halten — nur die Pendellänge ändert sich.
Bei langen Putts: nicht einlochen wollen, sondern in den 1-Meter-Kreis ums Loch. Das verhindert Dreiputts.
Übe es auf Bahn A4
Par 4, 417m, HCP 3 — langes Loch, oft bleibt ein langer Lag Putt übrig.
Loch A4
Kurze Putts sicher einlochen
Unter 2 Meter — hier darfst du nicht zweifeln
Kurze Putts (unter 2 Meter) sind technisch einfach, aber mental die größte Herausforderung. Hier entscheidet Selbstvertrauen.
1Die Technik
Bei kurzen Putts ist der Break oft vernachlässigbar. Ziele direkt aufs Loch und putte fest genug, dass der Ball 30-50 cm hinter dem Loch stoppen würde (wenn er vorbeigeht). Zu zaghaftes Putten ist der häufigste Fehler.
Routine ist alles:
- 1Hinter dem Ball: Linie bestimmen (kurz, 5 Sekunden)
- 2Aufstellen: Schlagfläche zur Linie ausrichten
- 3Ein Blick zum Loch, zurück zum Ball
- 4Putten — ohne Zögern
2Die "Mach es einfach"-Regel
Denke nicht länger als 10 Sekunden über einen kurzen Putt nach. Je länger du stehst, desto mehr Zweifel kommen. Routine, ausrichten, putten.
3Übung — Der 1-Meter-Kreis
Lege 4 Bälle in einem Kreis um das Loch (1 Meter Abstand, 4 Himmelsrichtungen). Loche alle vier ein. Dann auf 1,5 Meter vergrößern. Ziel: 10 von 12 einlochen.
Bei kurzen Putts: fest genug putten und nicht zu lange denken. Routine, ausrichten, putten — fertig.
Übe es auf Bahn C4
Par 4, 281m — kurzes Par 4, oft hat man einen kurzen Birdie-Putt.
Loch C4
Putting üben — zu Hause und auf dem Platz
15 Minuten pro Tag auf dem Teppich bringen mehr als du denkst
Putting ist die einzige Golf-Disziplin, die du effektiv zu Hause üben kannst. Ein Teppich und ein Glas reichen.
1Zu Hause — Der Teppich-Drill
Lege ein Glas (oder einen Putting-Cup) auf deinen Teppich. Übe aus 1, 2 und 3 Metern Entfernung. 15 Minuten pro Tag verbessern dein Putting messbar innerhalb von 2 Wochen.
2Auf dem Übungsgrün — Die Gate-Übung
Stecke zwei Tees links und rechts der Puttlinie, gerade breit genug für den Putter. Putte durch das "Tor". Wenn der Putter die Tees berührt, ist deine Schwungbahn nicht gerade.
3Auf dem Platz — Das 3-Putt-Tagebuch
Notiere nach jeder Runde: Wie viele Putts? Wie viele Dreiputts? Wie viele Einputts? Allein das Bewusstsein senkt die Puttzahl — weil du anfängst, auf dem Grün aufmerksamer zu spielen.
4Der Rhythmus-Drill
Putte mit geschlossenen Augen aus 3 Metern. Das schärft dein Gefühl für Tempo und Distanz, weil du dich nicht auf das Loch fixierst.
15 Minuten Putting auf dem Teppich pro Tag — nach 2 Wochen wirst du den Unterschied auf dem Platz spüren.
Top 5 Bahnen bei Siek
Die spannendsten Bahnen zum Thema — perfekt zum Üben und Erleben.
Loch B9
HCP 1 — das schwierigste Loch. Grün lesen entscheidet über Par oder Doppelbogey.
DetailsLoch C5
Par 3, 122m — hier übst du verschiedene Putt-Längen auf dem C-Platz.
DetailsLoch A4
Par 4, 417m, HCP 3 — langes Loch, oft bleibt ein langer Lag Putt übrig.
DetailsLoch C4
Par 4, 281m — kurzes Par 4, oft hat man einen kurzen Birdie-Putt.
DetailsHäufige Fragen zum Putting verbessern
6 Antworten auf die wichtigsten Fragen
Vom Wissen zur Praxis
Du hast die Theorie — jetzt übe es auf echten Bahnen. Unsere Trainer helfen dir, das Gelernte auf den Platz zu bringen.
