Chippen lernen
Technik, Schlägerwahl und Strategie rund ums Grün — verständlich erklärt mit Bezug zu unseren 10 Par-3-Löchern auf 27 Bahnen #GolfFürAlle
Auf dieser Seite
Was ist ein Chip?
Der flache Schlag rund ums Grün — und warum er Schläge spart
Ein Chip ist ein kurzer, flacher Schlag direkt neben dem Grün. Der Ball fliegt nur kurz durch die Luft und rollt dann den Großteil der Strecke zum Loch. Im Unterschied zum Pitch, der hoch fliegt und schnell stoppt.
1Wann chippen? Immer wenn du knapp neben dem Grün stehst (1-5 Meter vom Rand) und kein Hindernis zwischen dir und der Fahne liegt. Der Chip ist sicherer und berechenbarer als ein Pitch.
2Die Faustregel
So wenig Luft wie möglich, so viel Rollen wie nötig. Ein Chip-and-Run mit einem Eisen 7 oder 8 ist oft sicherer als ein hoher Lob-Wedge-Schlag.
3Warum Chippen so wichtig ist
Rund 60% aller Schläge einer Runde werden innerhalb von 100 Metern um das Grün gespielt. Wer sein Kurzspiel verbessert, senkt sein Handicap am schnellsten.
Ein Chip fliegt kurz und rollt lang. So wenig Luft wie möglich, so viel Rollen wie nötig — das ist die Grundregel.
Übe es auf Bahn B5
Par 3, 75m — das kürzeste Loch bei Siek. Perfekt zum Chippen üben.
Die Grundtechnik beim Chippen
Stand, Griff und Bewegung — einfach und wiederholbar
Gutes Chippen basiert auf einer einfachen, wiederholbaren Technik. Weniger ist mehr.
1Stand
Schmal, Füße fast zusammen. Gewicht 60-70% auf dem vorderen Fuß (links bei Rechtshändern). Ball mittig bis leicht rechts der Mitte.
2Griff
Etwas kürzer greifen als normal — das gibt mehr Kontrolle im Kurzspiel. Hände vor dem Ball — das ist entscheidend. Wenn die Hände hinter dem Ball sind, schabst du den Boden. → Warum kürzeres Greifen die Kontrolle verbessert
3Bewegung
Arme und Schultern schwingen wie ein Pendel — eine verkürzte Version des Grundschwungs. Handgelenke bleiben ruhig — kein Scooping! Der Schläger geht nach vorne durch, nicht nach oben. Stelle dir vor, der Schlägerkopf "streicht" über den Boden. → Wie der Chip-Schwung mit dem Grundschwung zusammenhängt
4Die wichtigste Regel
Abwärtstreffmoment! Der Schläger trifft zuerst den Ball, dann den Boden. Nie versuchen, den Ball "hochzulöffeln" — das macht das Schlägerdesign automatisch.
Gewicht vorne, Hände vor dem Ball, Pendelbewegung ohne Handgelenk-Scooping. Einfach halten.
Übe es auf Bahn B7
Par 3, 86m — gutes Übungsloch für die Grundtechnik.
Schlägerwahl beim Chippen
Nicht immer das Sand Wedge — warum Eisen 7 oft besser ist
Der häufigste Anfänger-Fehler: Für jeden Chip das Sand Wedge nehmen. Dabei gibt es fast immer einen einfacheren Schläger.
Die Chip-Leiter: Je weniger Luft du brauchst, desto weniger Loft nimmst du.
- Eisen 7-8: Ball fliegt 20% der Strecke, rollt 80%. Ideal wenn der Weg zum Loch frei ist.
- Eisen 9 / PW: Ball fliegt 30-40%, rollt 60-70%. Guter Allrounder.
- Sand Wedge (54-56°): Ball fliegt 50%, rollt 50%. Wenn ein Bunker dazwischen liegt.
- Lob Wedge (58-60°): Ball fliegt 70%+, rollt wenig. Nur bei Hindernissen oder wenig Grün.
1Die einfachste Methode
Wähle den Schläger, mit dem du den Ball so nah wie möglich am Boden halten kannst. Ein Chip-and-Run mit dem Eisen 8 ist zehnmal berechenbarer als ein hoher Wedge-Schlag.
2Praxis-Tipp
Übe denselben Chip mit drei verschiedenen Schlägern (7er, PW, SW). Du wirst sofort sehen, wie unterschiedlich der Ball reagiert — und welcher Schläger zu welcher Situation passt.
Je weniger Luft nötig ist, desto weniger Loft. Ein Chip mit dem Eisen 8 ist oft sicherer als mit dem Sand Wedge.
Übe es auf Bahn B3
Par 3, 91m, Grünbunker — hier übt man die Schlägerwahl.
Chip vs. Pitch — wann was?
Zwei Schläge, eine Entscheidung — die richtige Wahl spart Strokes
Chip und Pitch sind die beiden Grundschläge rund ums Grün. Die Entscheidung zwischen beiden hängt von drei Faktoren ab:
Chip wählen wenn:
- Du weniger als 5 Meter vom Grünrand stehst
- Der Weg zum Loch frei ist (kein Bunker, kein Hügel)
- Du viel Grün zum Rollen hast
- Du Sicherheit willst (der Chip verzeiht mehr)
Pitch wählen wenn:
- Ein Hindernis zwischen dir und dem Loch liegt (Bunker, hohes Gras, Wasser)
- Wenig Grün zum Rollen ist (Fahne nah am Rand)
- Du von weiter weg kommst (15-50 Meter)
- Du den Ball schnell stoppen musst
1Die goldene Regel
Im Zweifel: chippen. Der Chip hat eine höhere Erfolgsrate bei Amateurgolfern. Ein mittelmäßiger Chip liegt meistens näher am Loch als ein mittelmäßiger Pitch.
Im Zweifel chippen. Der Chip verzeiht mehr als der Pitch — und liegt meistens näher am Loch.
Übe es auf Bahn C3
Par 3, 136m — oft bleibt der Ball vor dem Grün. Perfekte Chip-vs-Pitch-Entscheidung.
Die häufigsten Fehler beim Chippen
Scooping, Deceleration und Co. — und wie du sie vermeidest
Die meisten Chip-Probleme lassen sich auf wenige Grundfehler zurückführen.
1Fehler #1 — Scooping
Den Ball "hochlöffeln" wollen. Das führt zu Toppern (Ball rollt übers Grün) oder fetten Treffern (Schläger gräbt sich ein). Fix: Hände vor dem Ball halten, Abwärtstreffmoment.
2Fehler #2 — Deceleration
Im Abschwung langsamer werden. Der Schläger "stirbt" vor dem Ball. Fix: Kürzerer Rückschwung, aber voll durchschwingen. Lieber kurz-und-knackig als lang-und-zögerlich.
3Fehler #3 — Ball zu weit vorne
Wenn der Ball vor der Mitte steht, triffst du ihn im Aufschwung. Fix: Ball mittig bis leicht rechts der Mitte.
4Fehler #4 — Zu viel Handgelenk
Flippen mit den Handgelenken erzeugt unkontrollierte Ergebnisse. Fix: Arme und Schultern als Einheit, Handgelenke ruhig.
5Fehler #5 — Immer denselben Schläger
Jede Situation ist anders. Fix: Chip-Leiter üben (verschiedene Schläger für verschiedene Distanzen).
Die Top-3-Fixes: Hände vor dem Ball, voll durchschwingen, und den richtigen Schläger wählen — nicht immer das Wedge.
Übe es auf Bahn B8
Par 3, 97m, HCP 5 — anspruchsvolles Grün, hier siehst du deine Fehler sofort.
Chippen üben — 3 Übungen die wirken
Auf der Range und auf dem Platz — so wirst du besser
Chippen verbessert sich am schnellsten durch gezielte Übungen, nicht durch endloses Wiederholen.
1Übung 1 — Die Münz-Übung (Treffmoment)
Lege eine Münze aufs Gras und versuche, sie mit dem Schläger zu treffen. Wenn du die Münze sauber triffst, ist dein Treffmoment gut. Ziel: 8 von 10 sauber treffen.
2Übung 2 — Die Handtuch-Landezone
Lege ein Handtuch auf das Grün als Landezone (2-3 Meter vom Rand). Chippe 10 Bälle — Ziel ist, dass jeder Ball auf dem Handtuch landet. Variiere den Schläger (7er, PW, SW) und sieh, wie sich das Rollverhalten ändert.
3Übung 3 — Up-and-Down-Challenge
Spiel 10 Bälle von verschiedenen Positionen rund ums Übungsgrün. Zähle, wie oft du in maximal 2 Schlägen einlochst (Chip + Putt = "Up and Down"). Anfänger: 3 von 10 ist gut. Fortgeschrittene: 6-7 von 10.
4Wöchentliches Ziel
20 Minuten Kurzspiel pro Woche sind effektiver als eine Stunde Driving Range für dein Handicap.
20 Minuten Kurzspiel pro Woche bringen mehr fürs Handicap als eine Stunde Driving Range. Übe gezielt, nicht endlos.
Übe es auf Bahn B6
Par 3, 114m, HCP 4 — anspruchsvoll, perfekt für die Up-and-Down-Challenge.
Top 5 Bahnen bei Siek
Die spannendsten Bahnen zum Thema — perfekt zum Üben und Erleben.
Häufige Fragen zum Chippen lernen
6 Antworten auf die wichtigsten Fragen
Vom Wissen zur Praxis
Du hast die Theorie — jetzt übe es auf echten Bahnen. Unsere Trainer helfen dir, das Gelernte auf den Platz zu bringen.















