Golf Griff & Setup
Griffhaltung, Ballposition und Ansprechposition richtig lernen — das Fundament für jeden Schlag auf dem Platz #GolfFürAlle
Auf dieser Seite
Der Griff — deine einzige Verbindung zum Schläger
Drei Griffarten, ein Ziel: Kontrolle über die Schlagfläche

Der Griff ist das Erste, was du beim Golf lernst — und das Letzte, was die meisten Spieler überprüfen, wenn etwas schiefgeht. Dabei ist der Griff deine *einzige* physische Verbindung zum Schläger. Alles, was du an Technik, Schwung und Gefühl aufbaust, wird durch deine Hände übertragen.
1Es gibt drei Griffarten
2Interlock-Griff
Der kleine Finger der rechten Hand verschränkt sich mit dem Zeigefinger der linken. Gibt ein Gefühl von Einheit — beide Hände arbeiten als Team. Beliebt bei Spielern mit kleineren Händen. Tiger Woods und Jack Nicklaus spielen Interlock.
3Overlap-Griff (Vardon-Griff)
Der kleine Finger der rechten Hand liegt *auf* dem Zeigefinger der linken Hand. Der meistgespielte Griff weltweit. Etwas mehr Freiheit in den Handgelenken. Die meisten Tour-Pros spielen Overlap.
4Ten-Finger-Griff (Baseball-Griff)
Alle zehn Finger umfassen den Schläger, ohne Verschränkung. Ideal für Anfänger, Kinder und Spieler mit schwacher Griffkraft. Einfach zu erlernen, etwas weniger Schlagflächenkontrolle bei hoher Geschwindigkeit.
5Welcher Griff passt zu dir? Es gibt keinen "richtigen" Griff — nur den, der sich für *dich* natürlich anfühlt und Kontrolle gibt. Probiere alle drei auf der Range aus. Wenn du nach 20 Schlägen immer noch an deinen Griff denkst, passt er nicht. Der richtige Griff verschwindet aus deinem Bewusstsein.
6Der Griff fühlt sich am Anfang immer komisch an — das ist normal. Jede Griffumstellung braucht 2–3 Wochen, bis sie sich vertraut anfühlt. Nicht aufgeben. → [Einzeltraining bei unseren Pros — auch für Griffumstellungen](/akademie/einzeltraining)
Der Griff ist deine einzige Verbindung zum Schläger. Interlock, Overlap oder Ten-Finger — probiere alle drei aus und bleib bei dem, der sich nach 20 Schlägen natürlich anfühlt.
Übe es auf Bahn A3
Par 3, 117m — mittleres Eisen, kein Driver-Stress. Hier entscheidet ein sauberer Griff über Grün oder Bunker.
Loch A3
Griffhaltung: stark, neutral, schwach
Wie die Drehung deiner Hände den Ballflug bestimmt — 140 Mal pro Monat gesucht

Die Griffhaltung (wie stark deine Hände gedreht sind) hat *direkten* Einfluss auf die Schlagfläche im Treffmoment — und damit auf den Ballflug. Verstehe die drei Varianten, und du verstehst, warum dein Ball nach links oder rechts fliegt. → Wie die Griffhaltung den Ballflug beeinflusst
1Neutraler Griff
Beim Blick von oben siehst du 2 Knöchel der linken Hand. Die V-Linien zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände zeigen zur rechten Schulter. Die Schlagfläche steht im Treffmoment tendenziell neutral (square). Das ist der Ausgangspunkt für die meisten Spieler.
2Starker Griff
Du siehst 3 oder mehr Knöchel der linken Hand. Beide Hände sind weiter nach rechts gedreht (für Rechtshänder). Die Schlagfläche tendiert im Treffmoment dazu, geschlossen zu sein → der Ball dreht nach links (Draw bis Hook). Vorteil: Mehr Power, weniger Slice. Nachteil: Kann zum Hook führen.
3Schwacher Griff
Du siehst nur 1 Knöchel oder gar keinen. Beide Hände sind weiter nach links gedreht. Die Schlagfläche tendiert im Treffmoment dazu, offen zu sein → der Ball dreht nach rechts (Fade bis Slice). Vorteil: Kontrollierter Fade. Nachteil: Neigung zum Slice, weniger Distanz.
4Der einfachste Selbsttest
Stelle dich in die Ansprechposition und schaue auf deine linke Hand. Zähle die sichtbaren Knöchel. 2 = neutral. 3+ = stark. 0–1 = schwach.
5Praktischer Tipp
Dreh deine Hände bewusst stärker und schwächer und schlage 5 Bälle mit jeder Variante. Beobachte, was mit dem Ballflug passiert. Das lehrt mehr als jede Theorie. 80% aller Slice-Probleme werden durch einen stärkeren Griff gelöst.
Starker Griff = Ball dreht links. Schwacher Griff = Ball dreht rechts. Zähle deine Knöchel: 2 = neutral, der beste Ausgangspunkt.
Übe es auf Bahn A7
Par 4, 327m — mittleres Par 4, bei dem ein zu schwacher Griff den Drive nach rechts in die Bäume schickt.
Loch A7
Griffdruck — das unterschätzte Detail
Zu fest verkrampft, zu locker unkontrolliert — der richtige Druck ist der Schlüssel
Der Griffdruck ist das am meisten unterschätzte Element im Golf. Zu fest → der ganze Körper verkrampft, die Schwunggeschwindigkeit sinkt, der Ball fliegt kürzer. Zu locker → der Schläger rutscht, du verlierst Kontrolle.
1Die Zahnpasta-Regel
Stell dir vor, du hältst eine offene Tube Zahnpasta. Fest genug, dass sie nicht rausfällt — locker genug, dass nichts rausquillt. Das ist der ideale Griffdruck: etwa 4 auf einer Skala von 1 (ganz locker) bis 10 (maximaler Druck).
2Wo der Druck sitzt
Hauptsächlich in den letzten drei Fingern der linken Hand (Ringfinger, Mittelfinger, kleiner Finger bei Rechtshändern). Die rechte Hand liegt an, führt aber nicht. Der Druck in der rechten Hand ist geringer als in der linken.
3Warum Griffdruck unter Druck zunimmt
Auf der Range ist der Griffdruck perfekt. Auf dem Platz — besonders bei einem wichtigen Schlag oder über Wasser — presst man unbewusst fester zu. Die Folge: Verkrampfte Unterarme, eingeschränkte Rotation, kürzerer Schlag. → Mentale Stärke unter Druck aufbauen
4Übung: Der Squeeze-and-Release-Drill
Drücke den Griff so fest wie möglich (10/10). Dann lass langsam los bis 4/10. Merke dir dieses Gefühl. Wiederhole vor jedem Schlag auf dem Platz.
Griffdruck bei verschiedenen Schlägen:
- Driver: 3–4/10 (locker für maximale Geschwindigkeit)
- Eisen: 4–5/10 (etwas fester für Kontrolle)
- Kurzspiel: 3–4/10 (locker für Gefühl)
- Bunker: 4–5/10 (fest genug, um durch den Sand zu kommen)
Griffdruck 4/10 — wie eine offene Zahnpasta-Tube. Die meisten Golfer greifen zu fest. Lockere Hände = schnellerer Schwung = mehr Weite.
Übe es auf Bahn B4
Par 3, 103m über Wasser — hier merkst du sofort, wie der Griffdruck unter Druck unbewusst steigt.
Loch B4
Ballposition — wo liegt der Ball?
Die richtige Position für Eisen, Driver und Wedges — ein Detail, das den Treffmoment bestimmt
Die Ballposition im Stand bestimmt, *wann* im Schwungbogen du den Ball triffst — und das verändert alles: Flughöhe, Richtung und ob du den Ball sauber triffst. → Wie Ballposition den Schwung beeinflusst
1Die Grundregel
Je länger der Schläger, desto weiter vorne liegt der Ball.
2Wedges (PW, SW, LW)
Ball in der Mitte des Standes oder minimal rechts der Mitte. Du triffst den Ball im steilsten Teil des Abschwungs → maximaler Backspin, sauberer Ball-Boden-Kontakt.
3Mittlere Eisen (7er, 8er, 9er)
Ball leicht links der Mitte (eine Ballbreite). Immer noch ein absteigender Schlag, aber flacher als beim Wedge.
4Lange Eisen und Hybride (5er, 6er)
Ball zwei Ballbreiten links der Mitte. Der Schwungbogen ist flacher, der Ball fliegt höher und weiter.
5Driver
Ball auf Höhe der linken Innenferse (am weitesten vorne). Hier triffst du den Ball im *Aufschwung* — der Schlägerkopf hat den tiefsten Punkt bereits passiert. Das erzeugt den optimalen Startwinkel. → Mehr zur Driver-Technik am Abschlag
6Der häufigste Fehler
Den Ball für alle Schläger an derselben Stelle zu positionieren. Wer Eisen wie einen Driver spielt (zu weit vorne), trifft den Boden vor dem Ball. Wer den Driver wie ein Eisen spielt (zu weit hinten), schlägt steil nach unten und erzeugt zu viel Backspin.
7Praxis-Tipp
Leg auf der Range einen Alignment-Stick quer zu deinen Füßen. Markiere mit Tees die Ballposition für Wedge (Mitte), Eisen 7 (leicht links) und Driver (linke Ferse). So siehst du die Unterschiede klar.
Wedge: Mitte. Eisen: leicht links. Driver: linke Ferse. Je länger der Schläger, desto weiter vorne der Ball.
Übe es auf Bahn C6
Par 5, 539m — hier brauchst du Driver (Ball vorne), langes Eisen (Ball leicht links) und Wedge (Ball Mitte) in einem Loch. Drei verschiedene Ballpositionen.
Loch C6
Ansprechposition — Stand, Haltung und Ausrichtung
Wie du dich richtig zum Ball stellst — das Setup, das den Schwung ermöglicht

Die Ansprechposition ist das gesamte Setup bevor du schwingst: Stand, Kniebeugung, Oberkörperneigung, Armhaltung und Ausrichtung zum Ziel. Ein gutes Setup ermöglicht einen guten Schwung. Ein schlechtes Setup macht einen guten Schwung fast unmöglich.
Standbreite:
- Wedge/kurze Eisen: Hüftbreit (schmaler Stand = mehr Kontrolle)
- Mittlere Eisen: Schulterbreit
- Driver/Hölzer: Etwas breiter als schulterbreit (breiterer Stand = mehr Stabilität)
1Kniebeugung
Leicht gebeugt, als ob du dich auf eine Barhocker-Kante setzen würdest. Nicht zu viel — du sollst athletisch stehen, nicht in die Hocke gehen. Die Knie zeigen leicht über die Zehenspitzen.
2Oberkörperneigung
Aus der Hüfte nach vorne beugen, nicht aus dem Rücken. Der Rücken bleibt gerade, die Brust zeigt nach unten zum Ball. Die Neigung hängt vom Schläger ab — mehr Neigung beim Wedge (kürzerer Schläger), weniger beim Driver (längerer Schläger).
3Armhaltung
Die Arme hängen entspannt von den Schultern — nicht nach vorne strecken, nicht an den Körper pressen. Wenn du in der Ansprechposition stehst und die Hände loslässt, sollten sie direkt unter die Schultern fallen.
4Ausrichtung (Alignment) — das "Railroad Tracks"-Bild
Stell dir vor, du stehst auf Eisenbahnschienen. Die äußere Schiene zeigt zum Ziel — dort richtest du die Schlagfläche aus. Die innere Schiene (auf der du stehst) läuft parallel dazu — dort richten sich Füße, Knie, Hüfte und Schultern aus. Die Schienen laufen parallel, aber die Körperlinie zielt *nicht* direkt aufs Ziel, sondern leicht links davon (bei Rechtshändern).
5Der häufigste Alignment-Fehler
Körper und Schlagfläche auf dasselbe Ziel richten. Dann zeigt der Körper rechts vom Ziel → der Ball startet nach rechts. Denk an die Eisenbahnschienen: zwei parallele Linien, nicht eine.
Standbreite je nach Schläger, Kniebeuge wie Barhocker-Kante, Arme hängen lassen, Alignment wie Eisenbahnschienen. Das Setup ist die Startrampe für den Schwung.
Übe es auf Bahn A1
Par 4, 257m — das erste Loch der Runde. Wer hier sauber aufbaut, nimmt das Tempo für die nächsten 8 Bahnen mit.
Loch A1
Spezial-Griffe: Putter, Bunker und Kurzspiel
Warum der Putter-Griff anders funktioniert — und wie du den Griff situationsgerecht anpasst
Nicht jede Situation auf dem Platz verlangt denselben Griff. Putter, Bunker und Kurzspiel haben eigene Anforderungen — und eigene Griff-Anpassungen.
1Putter-Griff — eine eigene Welt
Der Putter-Griff unterscheidet sich fundamental vom normalen Griff. Die Handflächen zeigen zueinander (nicht nach unten), die Daumen liegen oben auf dem Schaft. Das Ziel: maximale Stabilität, kein Handgelenk-Einsatz. → Ausführlich: Putting-Technik und Griff-Varianten
2Reverse Overlap
Der Klassiker. Linker Zeigefinger liegt über den rechten Fingern (statt darunter wie beim normalen Griff). Gibt Stabilität und verhindert zu viel Handgelenk-Action.
3Cross-Hand (Left Hand Low)
Die linke Hand greift unter der rechten. Richtet die Schultern automatisch parallel zur Ziellinie aus. Beliebt bei Spielern, die mit "Yips" (Zucken) kämpfen.
4Claw-Griff
Die rechte Hand "krallt" den Schläger von der Seite — fast wie ein Stift. Extrem stabil, eliminiert fast jede Handgelenk-Bewegung. Viele Tour-Pros haben in den letzten Jahren zum Claw gewechselt.
5Bunker: Griff öffnen für offene Schlagfläche
Im Grünbunker drehst du die Schlagfläche auf (nach rechts), *bevor* du greifst. Dann greifst du normal. So bleibt die Schlagfläche durch den Sand offen und der Bounce arbeitet. Nicht den Griff drehen, sondern die Schlagfläche vor dem Greifen öffnen. → Mehr zur Bunker-Technik
6Kurzspiel: Griff kürzen für Kontrolle
Beim Chippen und Pitchen greifst du den Schläger 2–5 cm kürzer. Das bringt dich näher an den Ball, gibt mehr Kontrolle und reduziert die Distanz gleichmäßig. Manche Tour-Pros greifen für Chips fast bis ans Metall. → Chip-Technik im Detail
Putter: Reverse Overlap, Cross-Hand oder Claw — hier geht es um Stabilität, nicht um Power. Im Bunker: Schlagfläche öffnen VOR dem Greifen. Im Kurzspiel: kürzer greifen für mehr Kontrolle.
Übe es auf Bahn B5
Par 3, 75m — hier brauchst du den Kurzspiel-Griff für die Annäherung und den Putter-Griff auf dem Grün. Beide Spezial-Griffe in einem Loch.
Loch B5
Top 5 Bahnen bei Siek
Die spannendsten Bahnen zum Thema — perfekt zum Üben und Erleben.
Loch C2
Par 6, 622m — das längste Loch. Driver-Setup am Abschlag, dann Eisen-Setup für den zweiten Schlag, Wedge-Setup für die Annäherung. Drei verschiedene Setups auf einem Loch.
DetailsLoch B5
Par 3, 75m — hier brauchst du den Kurzspiel-Griff für die Annäherung und den Putter-Griff auf dem Grün. Beide Spezial-Griffe in einem Loch.
DetailsLoch C8
Par 4, 460m, HCP 1 — das schwerste Loch. Hier muss jedes Detail im Setup stimmen, vom Driver-Griff bis zur Eisenposition.
DetailsLoch A9
Par 5, 381m mit 5 Bunkern — Setup-Wechsel vom Driver zum Eisen zum Wedge zum Putter. Alle Griff-Varianten in einem Loch.
DetailsHäufige Fragen zum Golf Griff & Setup
7 Antworten auf die wichtigsten Fragen
Vom Wissen zur Praxis
Du hast die Theorie — jetzt übe es auf echten Bahnen. Unsere Trainer helfen dir, das Gelernte auf den Platz zu bringen.




