Golf-Glossar

Gewichtsverlagerung

Grundprinzip: Dynamischer Athletischer Transfer

📖 1 Min
Golf-Schwung = Athletische Seitwärts-Bewegung

Vergleich zu anderen Sportarten:

  • Baseball (Werfen): Gewicht von hinten nach vorne

  • Tennis (Vorhand): Gewicht in den Schlag hinein

  • Golf: Rückwärts-laden, Vorwärts-explodieren


Kernidee: Gewicht folgt natürlicher athletischer Bewegung

Phasen der Gewichtsverlagerung

📖 2 Min

Setup (Address) GewichtsVerteilung: 50/50 oder leicht 55% vorne (bei Eisen) DruckPosition: Fußballen, nicht Fersen ...

Setup (Address)

Gewichts-Verteilung: 50/50 oder leicht 55% vorne (bei Eisen) Druck-Position: Fußballen, nicht Fersen Gefühl: "Athletisch bereit" wie Basketball-Verteidigung

```
Setup (Neutral):
50% 50%
👣 👣
Links Rechts
(Rechtshänder)
```

Backswing (Rückschwung)

Gewichts-Shift: Zu hinterem Fuß (rechts bei Rechtshänder) Prozent: ~70-80% auf hinterem Fuß am Top WICHTIG: Gewicht verschiebt sich seitlich, nicht zurück (Reverse Pivot) Gefühl: "Laden der Energie" wie Sprungvorbereitung

```
Top of Backswing:
20-30% 70-80%
👣 👣
Links Rechts
(Lead) (Trail)
```

Druck-Punkt: Innenseite hinterer Fuß (nicht außen!)

Transition (Übergang)

Kritischer Moment: Gewicht beginnt zu vorderem Fuß zu shiften bevor Arme herunter kommen Sequenz: "Unten startet zuerst"
  • Gewicht shiftet zu vorderem Fuß
  • Hüfte beginnt zu öffnen
  • Dann Arme/Schläger folgen
  • Problem: Zu früher Arm-Start = Reverse Pivot, Casting Dauer: ~0.2 Sekunden (sehr schnell!)

    Impact (Treffmoment)

    Gewichts-Verteilung: 70-80% auf vorderem Fuß Druck: Außenseite vorderer Fuß, Innenseite hinterer Fuß Hüfte: 30-45° geöffnet (zu Ziel)

    ```
    Impact:
    70-80% 20-30%
    👣 👣
    Links Rechts
    ```

    Tour-Standard: Bei Eisen noch mehr (bis 90% vorne)

    Follow-Through (Finish)

    Gewichts-Verteilung: 95-100% auf vorderem Fuß Balance-Check: Hinterer Fuß auf Zehenspitzen, voller Fuß vorne Gefühl: "Ich könnte auf vorderem Bein stehen bleiben"

    ```
    Finish:
    95-100% 0-5%
    👣 👣
    Links Rechts
    (Zehenspitzen)
    ```

    Häufiger Fehler: Reverse Pivot

    📖 1 Min

    Was ist Reverse Pivot? Definition: Gewicht geht im Backswing nach vorne statt nach hinten Folge im Downswing: Gewich...

    Was ist Reverse Pivot?

    Definition: Gewicht geht im Backswing nach vorne statt nach hinten Folge im Downswing: Gewicht muss zurück → "Hängen bleiben" auf hinterem Fuß Symptome:
    • Topping (Schläger zu hoch)
    • Fat Shots (Schläger zu früh im Boden)
    • Kein Power (Gewicht ist "falsch herum")
    • Bein-Aufrichtung im Durchschwung

    Ursachen Reverse Pivot

  • Kopf-Fixierung: "Kopf still halten" zu wörtlich genommen
  • Sway vermeiden: Überkompensation gegen laterale Bewegung
  • Oberkörper-Dominanz: Schultern drehen ohne Gewichts-Shift
  • Setup-Fehler: Zu viel Gewicht vorne bereits im Setup
  • Korrektur Reverse Pivot

    Drill: "Step-Back" Drill (siehe unten) Mental: Erlauben, dass Kopf leicht nach hinten bewegt (1-2 cm) Gefühl: "Druck in hinterem Fuß spüren" im Backswing

    Gewichtsverlagerung nach Schläger-Typ

    📖 1 Min

    Driver Besonderheit: Ball wird im AufwärtsSchwung getroffen GewichtsShift: Etwas weniger extrem als bei Eisen Impac...

    Driver

    Besonderheit: Ball wird im Aufwärts-Schwung getroffen Gewichts-Shift: Etwas weniger extrem als bei Eisen Impact: ~60-70% vorne (nicht 80% wie Eisen) Grund: Upward Strike benötigt, Ball nicht "in Boden komprimieren" Setup: Ball weiter vorne (Höhe vorderer Ferse)

    Eisen (mittlere bis kurze)

    Standard-Gewichtsverlagerung: Wie oben beschrieben (70-80% vorne) Ziel: Ball-first Contact, Divot nach Ball Drill-Fokus: Gewicht vorne halten nach Impact

    Wedge (kurze Schläge)

    Anpassung: Gewicht kann bereits im Setup 60% vorne sein Grund: Steiler Angriffswinkel gewünscht, mehr Spin Finish: Nahezu 100% auf vorderem Fuß

    Fairway-Holz (Boden)

    Challenge: Ball "sweepen" ohne zu viel Divot Gewicht: 65-75% vorne bei Impact Feeling: Flacher durchschwingen als Eisen, aber noch Gewicht vorne

    Drills für bessere Gewichtsverlagerung

    📖 1 Min

    1. "StepBack" Drill Setup: SetupPosition einnehmen Ausführung: 1. Backswing → Hinterer Fuß macht kleinen Schritt zur...

    1. "Step-Back" Drill

    Setup: Setup-Position einnehmen Ausführung:
  • Backswing → Hinterer Fuß macht kleinen Schritt zurück (15 cm)
  • Downswing → Vorderer Fuß Schritt nach vorne (zurück zu Start)
  • Impact → Gewicht voll vorne
  • Zweck: Gefühl für athletischen seitlichen Gewichts-Shift Progression: Schritte kleiner machen, bis nur noch Gewichts-Shift ohne Schritte

    2. "Split-Hand" Drill

    Setup: Hände getrennt auf Griff (15 cm Abstand) Ausführung: Normale Schwünge Feedback: Schlechte Gewichtsverlagerung → Hände kommen auseinander (Loss of Connection) Zweck: Gewichts-Shift und Arm-Bewegung synchronisieren

    3. "Finish-Hold" Drill

    Setup: Normaler Schwung Fokus: Finish-Position 5 Sekunden halten Check:
    • 95% Gewicht auf vorderem Fuß?
    • Hinterer Fuß auf Zehenspitzen?
    • Balance stabil?
    Zweck: Bewusstsein für komplette Gewichtsverlagerung

    4. "Trail-Heel" Drill

    Setup: Range, normaler Stand Regel: Hinterer Fuß (Trail Foot) Ferse hebt sofort bei Downswing-Start Zweck: Erzwingt frühen Gewichts-Shift zu vorderem Fuß Gefühl: "Hinterer Fuß will zum Ziel gehen"

    5. "Pressure Board" Training

    Equipment: Druck-Matten (oder Waage unter jedem Fuß) Feedback: Echtzeitdaten über Gewichts-Verteilung Ziel: Visualisieren des optimalen Shift-Musters Alternative: Auf Range: Bewusst Druck in Füßen fühlen

    Verbindung zu Rotation

    📖 1 Min

    Gewichtsverlagerung ≠ Rotation (aber verbunden) Gewichtsverlagerung: Seitlich (zu TrailFuß, dann zu LeadFuß) Rotati...

    Gewichtsverlagerung ≠ Rotation (aber verbunden)

    Gewichtsverlagerung: Seitlich (zu Trail-Fuß, dann zu Lead-Fuß) Rotation: Drehung um Wirbelsäule Optimum: Beide synchronisiert Problem: Nur Rotation ohne Shift → "Spinning out", kein Power Problem: Nur Shift ohne Rotation → "Slide", kein Schläger-Lag

    Sequenz (idealer Downswing)

    ```
  • Gewicht shiftet zu vorderem Fuß (0.0 Sek)
  • Hüfte beginnt zu rotieren (0.05 Sek)
  • Schultern folgen (0.1 Sek)
  • Arme/Schläger folgen (0.15 Sek)
  • Impact (0.25 Sek)
  • ``` Key: Shift startet Sequenz, Rotation folgt

    Pro-Perspektive

    📖 1 Min

    Ben Hogan (Gewichtsverlagerung): > "Der GolfSchwung ist eine seitliche Bewegung. Lade das hintere Bein, dann explosiv...

    Ben Hogan (Gewichtsverlagerung): > "Der Golf-Schwung ist eine seitliche Bewegung. Lade das hintere Bein, dann explosiv nach vorne – wie ein Boxer." Tiger Woods (Impact): > "Bei Impact sind 80% meines Gewichts auf dem vorderen Fuß. Das ist nicht optional – das ist Golf." Modern Golf (Trackman-Daten):
    • Tour-Durchschnitt Impact: 75-85% vorne (Eisen)
    • Top-Power-Spieler: Bis 90% vorne
    • Driver: 60-70% vorne (weniger als Eisen)

    Ground Force Reaction (Modern)

    📖 1 Min

    Was ist GRF? Definition: Kraft, die Boden zurück in Körper drückt Prinzip: "Push into ground → Ground pushes back → ...

    Was ist GRF?

    Definition: Kraft, die Boden zurück in Körper drückt Prinzip: "Push into ground → Ground pushes back → Power" Messung: Kraftplatten unter Füßen (3D-Druck-Analyse)

    Optimales GRF-Muster

    Backswing: Druck aufbauen in hinterem Fuß (vertikal + horizontal) Transition: Explosives "Drücken" in Boden mit vorderem Fuß Impact: Maximaler Druck vorne → maximale Schläger-Geschwindigkeit Analogie: Vertikalsprung – man "drückt" in Boden, Boden schiebt zurück

    Gewichtsverlagerung und Körper-Typ

    📖 1 Min

    Athletische Spieler (jung, fit) Vorteil: Können aggressiven, dynamischen Shift nutzen Stil: "Jump into lead side" (m...

    Athletische Spieler (jung, fit)

    Vorteil: Können aggressiven, dynamischen Shift nutzen Stil: "Jump into lead side" (moderner Tour-Stil)

    Senioren / weniger athletisch

    Anpassung: Weniger lateraler Shift, mehr Rotation Setup: Gewicht bereits 60% vorne Ziel: Konsistenz > maximale Power

    Große Spieler

    Challenge: Längere Hebel → Shift schwieriger zu kontrollieren Fokus: Stabile Basis (Standbreite), kontrollierter Shift

    Häufige Fragen

    📖 1 Min

    F: Soll mein Kopf sich bewegen während Gewichtsverlagerung? A: Ja, leicht! Kopf kann 12 cm nach hinten im Backswing,...

    F: Soll mein Kopf sich bewegen während Gewichtsverlagerung? A: Ja, leicht! Kopf kann 1-2 cm nach hinten im Backswing, dann nach vorne im Downswing. "Kopf still" bedeutet nicht "Kopf fixiert" – der ganze Körper bewegt sich athletisch. F: Wie viel Gewicht soll bei Impact vorne sein? A: Eisen: 70-80%, Driver: 60-70%, Wedge: 80-90%. Mehr Gewicht vorne = besserer Ball-Boden-Kontakt, aber beim Driver nicht übertreiben (Ball soll aufwärts getroffen werden). F: Warum bleibe ich auf dem hinteren Fuß "hängen"? A: Wahrscheinlich Reverse Pivot (Gewicht im Backswing nach vorne statt hinten). Drill: "Step-Back" Drill, oder bewusst Druck in hinterem Fuß im Backswing spüren. F: Kann ich zu viel Gewicht nach vorne verlagern? A: Bei Eisen: Kaum. Bei Driver: Ja – wenn du zu viel Gewicht vorne hast, triffst du Ball abwärts (zu viel Spin, weniger Distanz). Ziel: Balance zwischen Power und optimaler Impact-Position.

    Zusammenfassung

    📖 1 Min

    Gewichtsverlagerung ist PowerMotor des Schwungs: Setup: 50/50 (neutral) Top: 7080% hinten (geladen) Impact: 7080% ...

    Gewichtsverlagerung ist Power-Motor des Schwungs:

    • Setup: 50/50 (neutral)

    • Top: 70-80% hinten (geladen)

    • Impact: 70-80% vorne (Explosion)

    • Finish: 95-100% vorne (Balance)


    Kritisch: Shift startet vor Arm-Bewegung (Transition!)

    Merksatz: "Lade hinten, explodiere vorne – Gewicht führt, Arme folgen."

    ---

    Verwandte Begriffe: Rotation · Abschwung · Setup · Standbreite · Driving Range

    Quellen & Empfehlungen

    Dieser Tipp basiert auf Wissen aus 2 Quellen. Für die volle Tiefe empfehlen wir die Originale.

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